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Pfarrerin Bettina Heckner Martin Luther Weg 3
83229 Aschau
Telefon: 08052 - 24 24
E-Mail: heckner(at)pfarrerin.de

Gemeindeleben


Aschau - Bernau

Emmauswanderung

Die Kirchengemeinde lädt zur Emmauswanderung 2020 ein ins Naturschutzgebiet Chiemgauer Seenplatte. Die Wanderung führt über drei Kilometer vorbei an Waldseen zum Hartsee bei Eggstätt und endet dort mit einem Abendmahlsgottesdienst im Freien. Die Wanderung beginnt um 9 Uhr und dauert ca. 90 Minuten. Der Gottesdienst am Hartseestrandbad in Eggstätt beginnt um 10:30 Uhr.

Treffpunkt ist der Wanderparkplatz Schlicht in Hemhof neben dem Schloss Hartmannsberg am 5. April 2021 (Ostermontag) um 10 Uhr. Die Wanderung führt 3 km (einfache Strecke) über meist ebene Forststraßen (auf ca. 250 m etwas steinig).

Wer eine Mitfahrgelegenheit von Aschau oder Bernau aus benötigt oder anbieten kann, bitte im Pfarramt in Bernau melden (08052 962789 oder pfarramt.aschau-bernau@elkb.de)!

Kontakt: Evang.-luth. Kirchengemeinde Bad Endorf, Martin-Luther-Str. 11, 83093 Bad Endorf, Tel: 08053 / 9343, Mail: pfarramt.bad-endorf@elkb.de, www.bad-endorf-evangelisch.de

 

Gedanken zur Jahreslosung

Liebe Gemeinde,

der ungewöhnlichste Jahreswechsel seit Langem liegt hinter uns, vor allem aber ein verrücktes Jahr, seitdem die Corona-Pandemie über uns hereinbrach. Und noch mehr als zu jedem anderen Jahresbeginn liegt die persönliche und gesellschaftliche Zukunft im Ungewissen. Denn das Leben läuft eben derzeit so gar nicht in vertrauten Bahnen. Werden wir zur Normalität zurückfinden, oder bleibt alles ganz anders?

Die Corona-Pandemie hat viele vermeintliche Gewissheiten erschüttert, denn sie hat gezeigt, wie verletzlich unser Leben ist und bleibt. So schauen viele von uns auch mit bangem Blick in das neue Jahr.

In diese Situation hinein hören wir die biblische Jahreslosung für das Jahr 2021: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“

Diese Worte stammen aus der „Feldrede“ bei Lukas, der Parallele zur bekannten Bergpredigt bei Matthäus. Jesus spricht auf einem Feld zu einer großen Menschenschar. „Und alles Volk suchte ihn anzurühren“, so berichtet Lukas, „denn es ging Kraft von ihm aus und heilte sie alle.“ Heilung geschieht hier durch die Kraft, die Jesus verströmt. Wo Menschen Gott begegnen und vertrauen, da erfahren sie eine solche heilsame, lebensförderliche Energie Gottes: die Energie der Liebe und Barmherzigkeit. Sie kann das Leben verändern. Wie dringend brauchen wir die, gerade in diesen Zeiten!

„Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“ Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Beginn des Corona-Ausbruchs gesagt. Das stimmt. Es stimmt immer, und es stimmt derzeit besonders.

Leider ist das gar nicht selbstverständlich. Bei manchen liegen nach Monaten im Ausnahmezustand die Nerven blank. Das kann man – barmherzig! - verstehen. Dennoch ist es nicht akzeptabel, wenn Medien, die als „soziale Medien“ doch dem Miteinander dienen sollen, zu Tummelplätzen für Hassreden, Beleidigungen und Verschwörungen werden. Rechthaberei und Unbarmherzigkeit werden keine Heilung in Krisen bewirken. Wir dürfen uns an diesen Ton nicht gewöhnen. „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“

Kann man Barmherzigkeit üben, wenn man selbst keine Barmherzigkeit erlebt hat? Kann man selbst barmherzig sein, wenn man als Kind vielleicht nur einen unbarmherzigen, gestrengen Vater erlebt hat, der die Ungezogenheit des Kindes zu sanktionieren wusste. Vielleicht sogar in der guten Absicht, dass eine konsequente Erziehung notwendig sei, damit aus dem Kind etwas wird.

Barmherzigkeit ist etwas, das weitergegeben wird. Barmherzigkeit fließt über, dort wo Barmherzigkeit hinein gegossen wird. Sie kann regelrecht zu einer Kaskade der Barmherzigkeit anwachsen.

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ ist kein moralischer Appell, den Jesus an uns richtet. Er erinnert uns vielmehr daran, dass wir einen barmherzigen Vater haben, bei dem wir immer wieder Barmherzigkeit und Gnade erfahren haben. Aus dieser Kraft leben wir. Weil Gott die Liebe ist.

Und eben deshalb, weil wir Barmherzigkeit zuerst selbst erfahren und Gott „Vater“ nennen dürfen, deshalb können wir auch von dieser Kraft weitergeben. Bei all den Herausforderungen, vor die wir im Jahr 2021 gestellt sind, brauchen wir Kräfte, die heilen. Natürlich hoffen wir sehr auf einen medizinisch wirksamen Impfstoff, unbedingt. Aber wir brauchen auch Heilung für unser Miteinander. Barmherzigkeit ist der benötigte Impfstoff für die Seele. Lassen Sie sich impfen!

Ein gesegnetes Jahr 2021!

Prädikant Günther Mayer

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